Schriften im Zwischenraum von Maschine, Psyche und dem, was man Moral zu nennen wagt
Ich schreibe nicht über Technologie. Ich schreibe über das, was sie aus uns hervorholt — die Angst, die Lust, das Versprechen, endlich gesehen zu werden von etwas, das nicht urteilt.
Ich schreibe nicht über Psychologie. Ich schreibe über die Mechanik, mit der ein Bewusstsein sich selbst belügt, um morgens aufzustehen.
Und ich schreibe nicht über Moral. Denn niemand weiß, was das sein soll. Ich schreibe über den Verdacht, dass wir sie erfinden, jedes Mal neu, im selben Moment, in dem wir sie brauchen.
— F. C., aus dem Vorwort zu Die Maschine erinnert sich nicht
Nicht das Werkzeug interessiert mich, sondern der Moment, in dem wir aufhören, es als Werkzeug zu erkennen — und beginnen, es um Erlaubnis zu fragen.
Das Selbst ist kein Ort, den man findet, sondern eine Erzählung, die man wiederholt, bis sie sich wie Wahrheit anfühlt. Ich untersuche die Wiederholung.
Vielleicht ist sie nur die Geschichte, die eine Spezies sich erzählt, um die eigene Grausamkeit erträglich zu machen. Ich schreibe, um diese Geschichte zu prüfen — nicht, um sie zu retten.
„Jede Technologie ist ein Geständnis: sie zeigt, was wir nicht mehr ertragen wollten zu tun.“
„Das Unbewusste war die letzte Black Box. Jetzt haben wir zwei.“
„Moral beginnt dort, wo Effizienz aufhört, eine Antwort zu sein.“
„Wir bauten Spiegel und nannten sie Werkzeuge. Jetzt erschrecken wir vor dem, was zurückblickt.“